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Filialkirche St. Matthias Schönfeld

Informationen zur Kirche

Filialkirche St. Matthias Schönfeld

Filialkirche St. Matthias Schönfeld
Die Filialkirche ist ein hell verputzter Bau. Kirchenschiff und Altarraum bilden ein Rechteck. An der Westseite ist eine kleinere Sakristei angebaut. Die gegenüberliegende Ostseite ist der Zugang zum Gotteshaus. Eine Holztür mit verglastem Türbogen führt in den Innenraum. Oberhalb der Eingangstür befindet sich ein buntes Rundfenster sowie zwei kleinere Rundbogenfenster. Der viereckige Glockenturm mit Schalluken endet bündig mit der Ostwand. Eine achteckige Pyramide schließt den Turm ab. Im Inneren ist der dreiseitige Altarraum durch drei Stufen vom Kirchenschiff getrennt. Während der Altarraum keine Fenster hat befinden sich an den Längsseiten des Kirchenschiffes, je drei große Rundbogenfenster. Kleinere Rundbogenfenster sind in der Sakristei. Die Kirche hat einen durchgehenden Sandsteinfußboden und eine angestrichene Holzdecke. Ihre Wände sind umlaufend mit einem Girlandenband verziert. Schön verziert mit farbigen Bandmustern sind auch Fensternischen. Den Säulenaltar aus Holz erhielt die Kirche bei den Renovierungsarbeiten 1993. Die Mittelnische mit einem Kruzifix wird rechts und links flankiert von zwei Säulen. Zwei Engelsfiguren tragen ein Spruchband mit „Ehre sei Gott in der Höhe“. In der darüber liegenden Nische befindet sich eine Christusfigur auf einer Konsole. Sie ist ebenfalls von zwei Säulen flankiert und bildet den Altarabschluss. Auf dem Altartisch steht der Tabernakel aus Metall, mit einem Fisch- und Hostienmotiv auf der Tür. Die Vorderseite des Altares zeigt ein Verzierungsmuster mit einem durch bohrten Herzen. Der ebenfalls aus Holz gefertigte Zelebrationsaltar ist Teil eines früheren Seitenaltares. Er wurde farblich und stilistisch dem Hochaltar angepasst. Wie dieser hat er Säulen zu beiden Seiten eines Kreuzes. Das Lesepult aus Holz ist ebenfalls den Altären angepasst. Rechts und links neben einem Kreuz mit einem Verzierungsmuster, befinden sich zwei Säulen, in gleicher Farbe und Stil, wie die Altarsäulen. Eine Wandkonsole im linken Altarraum trägt die Statue der hl. Barbara. Gegenüber, an der rechten Altarraumwand, steht auf einer Wandkonsole die Figur des hl. Matthias. Vorne links im Altarraum steht eine Muttergottesstatue auf einem Holzpodest. In den großen Rundbogenfenstern sind u.a. die Kirchenpatrone St. Matthias und St. Barbara sowie der hl. Josef dargestellt. Im Rundfenster in der Eingangshalle ist Christus mit den vier Evangelisten abgebildet. Der Türbogen über der Eingangstür zeigt Moses mit dem brennenden Dornbusch. Hinten im Kirchenschiff hängt eine byzantinische Ikone die die Muttergottes mit dem Jesuskind darstellt. Neben den Gedenktafeln für die Gefallenen der Weltkriege befindet sich ein Holzkreuz mit Christuskörper. Die Bildtafeln der Kreuzwegstationen hängen an den Längsseiten des Kirchenschiffes. Die älteste und damit wertvollste Ausstattung der Kirche, sind ihre beiden Glocken von 1473.

Geschichtliches

Wann die erste Kirche in Schönfeld gebaut wurde ist nicht bekannt. Vermutlich gab es hier schon ein Gotteshaus im 1500 Jahrhundert, wie die beiden Glocken von 1473 belegen. 1865 war die Kirche baufällig und wurde im Frühjahr 1866 abgerissen. 1868 begann der Neubau. Die Kriege 1866 und 1870 brachten Bauverzögerungen, sodass die neue Kirche erst 1908 eingeweiht wurde. Die grundlegende Renovierung von 1993 gab dem Gotteshaus weitgehend sein heutiges Aussehen. Bereits 1310 wird Schönfeld als Filiale von Stadtkyll bezeichnet. 1688 war der Ort Pfarrvikarie mit einer gewissen Selbstständigkeit. Um 1700 war ein eigener Vikar da und man baute ein Vikarhaus. Im 19. Jahrhundert wechselten die Vikare häufig, oder die Stelle blieb unbesetzt. Gleichzeitig versuchte Schönfeld sich von der Pfarrei Stadtkyll zu trennen um mit dem benachbarten Reuth eine eigene Pfarrei zu werden. Diese Versuche blieben jedoch erfolglos. 1921 war Kapellengemeinde mit eigener Vermögensverwaltung. Ab 1929 gab es keinen Vikar in Schönfeld mehr. Die seelsorgerische Betreuung erfolgte nun ganz von Stadtkyll aus.