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Filialkirche St.Luzia Kerschenbach

Informationen zur Kirche

Filialkirche St.Luzia Kerschenbach

Filialkirche St.Luzia Kerschenbach
Die Kirche ist ein einfach verputzter Bruchsteinbau mit dreiseitig geschlossenem, spätgotischen, Altarraum. Zwei kleinere und ein mächtiger Strebepfeiler stützen die Außenmauern. Der Altarraum besitzt ein schönes Netzgewölbe, dessen Rippen in eigenartigen Rundwülsten, anstelle von Schlusssteinen zusammenlaufen. Darin sind u.a. Figuren, Fabelwesen und Zeichen dargestellt. Die Netzgewölbedecke ist mit Malerei verziert. An der Südseite befinden sich zwei schöne, buntverglaste, spitzbogige Fenster. Die Kirchenschiffdecke ist ein Kreuzgewölbe. An der Nordseite des Kirchenschiffes befinden sich zwei einfache, mit Sandstein gefasste Rundbogen-Glasfenster. An der Südseite befindet sich nur ein Fenster. Die Sandsteinfassung eines Fensters trägt die Zahl 1681.Kirchenschiff und Altarraum trennt ein großer Chorbogen. Der viereckige Glockenturm ist mittig an der Westwand etwas nach innen versetzt. Den Turmabschluss bildet eine achteckige Pyramide. Der Hauptaltar ist ein Säulenaltar aus Holz. In übereinander angeordneten Mittelnischen steht unten die Statue der Muttergottes und oben die der Kirchenpatronin St. Luzia. Durchlässe in der Altarwand führen zum Beichtstuhl und in die Sakristei. Darüber stehen auf der linken Seite die Figur der hl. Luzia und auf der rechten die des hl. Severin. Vor dem Hochaltar steht der Zelebrationsaltar aus Stein. Die Vorderseite ist verziert mit einem Kreis und einem Kreuz darin. In der linken Altarraumwand ist hinter einem Metallgitter der Tabernakel eingelassen. An der nördlichen Altarraumwand befindet sich ein sehr altes Holzrelief. Es war vermutlich Teil eines Schnitzaltares oder einer Kanzel. 1910 stiftete eine Privatperson den Kreuzweg, eine Monstranz und ein Ziborium. Die ca. 30 mal 30 cm großen Kreuzwegstationen hängen an den Wänden des Kirchenschiffs. Hinten im Kirchenschiff, auf der linken Seite, befindet sich eine Schmerzensmadonno mit einem Kerzenständer davor.

Geschichtliches

Der Altarraum stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das Kirchenschiff ist vermutlich von 1681. Früher wurde das Fest der Kirchenpatronin St. Luzia unter großer Beteiligung der umliegenden Orte gefeiert. Ein vollkommener Ablass konnte erlangt werden. Kerschenbach war früher Filiale von Kronenburg. 1803 kam der größte Teil zur Pfarrei Stadtkyll im Bistum Trier. Drei ehemals kronenburgisch/luxemburgische Häuser blieben aber bei Kronenburg und der Diözese Lüttich, dann kamen sie zum Erzbistum Köln. Sie wurden erst später der Pfarrei Stadtkyll angegliedert. 1811 wurde die Kirche im großen Umfange renoviert. 1866 erneuerte man die Altäre. Seit 1921 wird das Allerheiligste in der Filialkirche aufbewahrt. Eine umfassende Renovierung erfolgte 1979. Sie gab dem Gotteshaus sein heutiges Aussehen. 2009 bekam die Kirche zwei neue Glocken.