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Pfarrkirche St.Margareta Ormont

Informationen zur Kirche

Pfarrkirche St.Margareta Ormont

Pfarrkirche St.Margareta Ormont

Die Kirche ist in einem sehr einfachen Stil gebaut. Chorraum und Schiff bilden ein Rechteck. Davor ist der quadratische Turm gesetzt. Die Grundsteinlegung fand am 8. Juni 1850 statt und nur fünf Monate später war die Kirche vollendet. Diese kurze Bauzeit und die geringen Baukosten (nur 4000 Taler) lassen darauf schließen, dass wir es hier nicht mit einem großartigen Bauwerk zu tun haben. Die geistlichen und weltlichen Behörden sahen das genauso und standen dem allzu einfach geplanten Kirchenbau sehr skeptisch gegenüber. Die Kirche besitzt einen Hochaltar, einen Volksaltar und zwei Nebenaltäre. Der Volksaltar wurde neu geschaffen und 1995 durch Weihbischof Dr. Kleinermeilert konsekriert. Das Antependium des Hochaltares zeigt ein Mosaik: Christus mit den Jüngern in Emmaus. Die Seitenaltäre sind aus grauem Sandstein in neugotischem Stil gefertigt. Sie sind der Gottesmutter und dem hl. Antonius geweiht. Auf dem Hauptaltar stehen die, 1995 angeschafften Figuren der hl. Margaretha und des hl. Josef. Hinten im Schiff steht ein Maria-Hilf-Altar. Er zeigt eine Kopie einer alten Ikone, die reich verarbeitet wurde. Hoch oben, an den Seiten des Schiffs, finden wir die Statuen der hl. Barbara (1928) und des hl. Michael (1926). Am Eingang vom Turm zur Kirche steht eine Herz-Jesu-Figur. Der Beichtstuhl ist in spätgotischem Stil gefertigt. Das neugotische Taufbecken aus grauem Sandstein stammt aus dem Jahre 1885. Die Kreuzwegstationen sind auf sechs Flächen an den Seitenwänden in Fresco-Technik gemalt. Auf der Wand hinter dem Altar ist, in gleicher Technik Christus, umgeben von den 12 Jüngern dargestellt. Die Kirche besitzt drei Glocken. Die größte ist der hl. Margaretha geweiht. Die Glocken klingen in den Tönen gis, a und c. Durch Vermittlung des Kölner Kardinals Philip Krementz, schenkte Papst Leo XIII., zu seinem goldenen Priesterjubiläum, der Pfarrei ein seidenes Segensvelum und ein passendes Ziborien-Mäntelchen.

Geschichtliches

Vor 1500 wird Ormont als Kapellengemeinde der Pfarrei Olzheim erwähnt. Die erste Erwähnung einer Kapelle in Ormont stammt aus dem Jahre 1570. 1679 wird gesagt, daß die Kirche consecriert sei, zu Ehren der hl. Margaretha. 1775 wurde eine Kirche gebaut. Da diese Kirche schon nach 75 Jahren baufällig war, wurde 1850 ein Neubau nötig. Die heutige Kirche ist also mindestens das dritte Gotteshaus in Ormont. Um 1570 versuchte Dietrich VI. von Schleiden in seiner Grafschaft den Protestantismus einzuführen. Ormont wurde für kurze Zeit protestantisch. Dadurch spaltete sich Ormont von der Mutterkirche Olzheim ab und wurde selbstständige Pfarrei. Nach dem Tode von Dietrich VI. 1593, führten seine Nachfolger den katholischen Glauben wieder ein. Ormont blieb 200 Jahre selbstständige Pfarrei. 1803 kam Ormont zur neu errichteten Pfarrei Hallschlag. 1836 erhob der Kölner Erzbischhof Ormont wieder zur selbstständigen Pfarrei. Bis 1590 gehörte Ormont zum Bistum Trier und von 1597 bis 1801 zum Erzbistum Köln. Von 1801 bis 1821 war Ormont Teil des Bistums Lüttich. Danach kam Ormont wieder zum Erzbistum Köln. Seit dem 31.08.1930 gehört Ormont zum Bistum Trier.