Webangebot der Pfarreiengemeinschaft St. Antonius v. Padua (Jünkerath)


Hauptinhalt


Pfarrkirche St.Paulus Schüller

Informationen zur Kirche

Pfarrkirche St.Paulus Schüller

Pfarrkirche St.Paulus Schüller
Der neugotische Architekturstil hat beim Bau der Kirche Pate gestanden. Die Kirche ist dreischiffig, wobei das Mittelschiff etwas erhöht ist. Alle drei Schiffe sind durch ein durchgehendes Satteldach zusammengefasst. Die Kirche gehört zum Typ der Stufen- oder Staffelhallenkirchen. Der Innenraum wird durch relativ große Fenster der Seitenwände und des Chorraumes erhellt. Das Hauptschiff besitzt, auf seiner gesamten Breite, eine um zwei Stufen erhöhte, mehreckige Apsis. In der Apsis befindet sich, der um drei Stufen erhöhte Hochaltar. Zwei Säulenreihen mit je drei Säulen trennen die Seitenschiffe vom Hauptschiff. Die Säulen haben achteckige Basen, deren Grundform sich umgekehrt in den Kapellen wiederfindet. Der wohl proportionierte Innenraum macht einen sehr harmonischen Eindruck. Der Kirchturm ist geschickt in die Mitte der Westwand integriert. Die Außenwände der Kirche werden auf jeder Seite durch vier Stützpfeiler gestützt. Der Chorraum hat drei Stützpfeiler. Kirchendach und Turmhelm sind in Schiefer eingedeckt. Die Außenwände sind weiß gestrichen. Hierzu im Kontrast stehen die Fensterlaibungen und die Stützpfeilerabdeckungen, die dem roten Sandstein der Maßwerke farblich angeglichen sind. Der Hauptaltar hat ein koloriertes dreigegliedertes Antependium. Der mittlere Teil ist nach vorne gerückt. Er ist mit einem Maßwerk in der Form des Vierpasses geschmückt, in die ein griechisches Kreuz eingefügt ist. Die Kreuzbalken enden in einer Kreuzblume. Die Felder rechts und links von der Mitte sind im oberen Teil durch ein zweibogiges Maßwerk gestaltet. Die Bogenrippen verbinden sich in der Mitte des Feldes zu einer Lilienform, die nach unten zeigt. Das Antependium ist an den Außenseiten begrenzt durch eine frei stehende Säule. Der gotische Aufsatz findet seinen Abschluss in einer Kreuzigungsgruppe aus dem Jahre 1872. Mitte der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde der neugotische Aufsatz bis auf die Kreuzigungsgruppe wegen Wurmbefall abgebaut. 1993 wurde wieder ein Holzaufsatz erstellt. Fialen wurden neu geschaffen. Dazu gehört auch, dass in den Aufsatz zwei farbig gefasste Relieftafeln eingefügt wurden. Links eine Ölbergs- und rechts eine Auferstehungsszene. An den Türen des Tabernakels wurden jeweils auf silbernem Hintergrund, als Relief ein Engel aus Holz angebracht. Die Engel wurden vergoldet und tragen die eucharistischen Symbole Ähre und Traube. Der rechte Seitenaltar ist dem hl. Josef geweiht. Seine Statue ist, wie der ganze Altar in Stein gearbeitet. Auf dem linken Arm trägt der hl Josef das segnende Jesuskind und in der rechten Hand hält er den Lilienstab. Die Front des linken Seitenaltars ist wie der Josefsaltar gestaltet. Die Mitte schmückt das Marienmonogramm. Der Aufbau ist reichhaltig gegliedert, mit Blendmaßwerk gestaltet und wirkt wie ein Thronpodest für die Figurengruppe „Rosenkranzkönigin“: Maria mit dem segnenden Jesuskind auf dem Schoß und davor der hl. Dominikus, der betend den Rosenkranz empfängt. Im mittleren Teil des Aufbaus ist ein kleiner Tabernakel mit Konsole und schmückendem Blendmaßwerk eingefügt. An den Wänden der Seitenschiffe befinden sich von vorne rechts, im Uhrzeigersinn die Statuen: Herz Jesu, hl. Aloysius, hl. Paulus, hl Antonius von Padua, hl. Brigida, Herz Mariä. Die Figuren sind alle farbig gefasst. Der Taufstein steht im linken hinteren Teil der Kirche. Er besteht aus einer quadratischen Basis und geht in einen achteckigen Sockel über der einen achteckigen Schaft trägt, auf dem ein achteckiges Taufbecken sitzt. Das Taufbecken wird von einem achtflächigen Pyramidendeckel abgeschlossen. Die Kreuzwegbilder sind Originallithographien, die in einem expressiven Realismus ausdrucksstark gestaltet sind und auf getöntes Papier abgezogen wurden. Nur der Vordergrund zeigt eine kurze Partie felsigen Untergrund oder ein paar Stufen. Dadurch wird der Blick auf die gestalterisch sehr dichten Figurengruppen gelenkt. Die Originalfenster von 1910/11 bzw. 1914 sind noch erhalten. Die bleiverglasten Fenster in der Nord- und Südwand zeigen sehr schöne ornamentale Gliederungen. Das linke und das rechte Chorfenster zeigen Szenen aus dem Leben des hl. Paulus. Das mittlere Fenster ist ornamental gestaltet und weist mit den Namen Paulus und Brigitta auf die Patrone der Kirche hin. Die drei Glocken klingen in den Tönen as, b u. c. Die C-Glocke stammt aus dem Jahre 1927, die As- und die B-Glocke stammen aus dem Jahre 1952.

Geschichtliches

Vor 1758 war Schüller der Pfarrei Lissendorf zugeordnet. 1785 wurde Schüller von Lissendorf abgetrennt und seelsorgerisch von Glaadt aus betreut und kam noch vor 1800 zur Pfarrei Steffeln. Seit 1681 gab es, mit Unterbrechungen immer wieder Seelsorger, Vikare, die für Schüller zuständig waren. Am 13.12.1785 wurde ein Kuratbenefizium errichtet. Kirchenrechtlich gehörte Schüller aber weiter zu Steffeln. Von 1897 bis 1912 hatte Schüller einen eigenen Seelsorger. 1910 bekam Schüller als Kapellengemeinde vermögensrechtliche Selbstständigkeit. Mit dem Bau der Kirche und des Pfarrhauses festigte sich auch die Stelle für einen eigenen Seelsorger. Am 15. November 1947 wurde die Kapellengemeinde Schüller zur Pfarrvikarie erhoben. Seit 1968 hat Schüller keinen eigenen Seelsorger mehr. Bis 1971 wurde es von Lissendorf und danach von Stadtkyll aus seelsorgerisch betreut. Die Kirche in Schüller ist 1910/11 gebaut worden. Davor gab es in Schüller eine Kapelle die 1846 abgerissen wurde. Sie stand im Bereich des heutigen Friedhofs. 1846 wurde eine zweite Kapelle eingesegnet, die heute noch gegenüber der Kirche steht, aber inzwischen Wohnhaus und Gaststätte ist. 1909 wurde der Bau der heutigen Kirche genehmigt. 1910 fand die Grundsteinlegung statt. 1912 konnte der Kargottesdienst in der Kirche gefeiert werden.