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Pfarrkirche St.Josef Stadtkyll

Informationen zur Kirche

Pfarrkirche St.Josef Stadtkyll

Pfarrkirche St.Josef Stadtkyll

Die Kirche ist ein hell verputzter Rechteckbau. Große Rundbogenfenster an den Längsseiten der Kirche sorgen für einen lichtdurchfluteten Innenraum. Turm und Eingangsfassade, an der Westseite sind das äußere Prunkstück. Die in rötlichem Farbton gehaltenen Architekturelemente, treten hier besonders schön hervor. Ein Haupteingang, flankiert durch zwei Seiteneingänge führen in das Innere der Kirche. Der Innenraum ist weiß gestrichen. Im Übergangsbereich zwischen den Wänden und der Decke befinden sich schöne Pflanzen- und Tierornamente. Der Altarraum grenzt sich mit halbrunder Apsis von dem breiten Kirchenschiff ab. Der Altar stammt aus der Wahlholzkirche Morbach-Hunoldstein und wurde 1966/67 hier aufgestellt. Neben dem Hauptaltar befindet sich in der Kirche noch ein Zelebrationsaltar. Mehrere Statuen befinden sich in der Kirche. Vorne, links im Kirchenschiff die Muttergottes mit dem Jesuskind. Auf der anderen Seite der Kirchenpatron St. Josef mit einem Modell der Kirche. Hinten in der Kirche befinden sich mehrere Heiligenfiguren, darunter eine Figur des hl. Matthias. Die Kirchenfenster haben schöne Buntverglasungen mit Darstellungen von St. Anna, St. Barbara, St. Agnes, St. Michael, auf der linken Seite sowie auf der rechten Seite St. Josef, St. Georg, St. Tarzisius, und St. Johannes. Die kleinen Seitenfenster in den Seiteneingängen zeigen links, die hl. Elisabeth und die hl. Cäcilia und rechts den hl. Thomas Morus und den Bruder Konrad. Zwischen den Fenstern im Kirchenschiff befinden sich sechs große Gemälde, die Szenen aus dem Marienleben darstellen: Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Christi, Anbetung der Könige, Darstellung im Tempel und Jesus unter den Schriftgelehrten.  Diese Bildtafeln befanden sich ursprünglich in der Kirche im Kapuzinerkloster Koblenz-Ehrenbreitstein, wurden 1977 wegen Umgestaltung der Klosterkirche in die dortige Sakristei gehängt und bei der Hochwasserkatastrophe Weihnachten 1993 schwer beschädigt. Im Rahmen der umfassenden Innenrenovierung der Pfarrkirche Stadtkyll erhielt die Pfarrgemeinde Stadtkyll diese Bilder als Dauerleihgabe mit der Auflage, sie restaurieren zu lassen. In den Seitengängen hängen vier Holzreliefs. Abgebildet sind: die Geburt Christi, die Bergpredigt, Jesus mit den Samariterinnen am Brunnen und der Einzug in Jerusalem. Im linken Seiteneingang befindet sich eine Ikone mit Maria, der Immerwährenden Hilfe. Hinten im Kirchenschiff ist eine Empore, getragen vorne von vier runden Holzsäulen. Darauf befindet sich die Orgel, die zuletzt 1998 restauriert wurde.

Geschichtliches

Die erste Erwähnung einer Pfarrei im Gebiet Stadtkylls datiert von 1100. Hauptort der Pfarrei war wohl zunächst Niederkyll. Als Stadtkyll mit dem Marktrecht immer bedeutender wurde, legte man den Pfarrsitz dorthin. 1505 wurde die Kirche zu Stadtkyll als Pfarrkirche bezeichnet. Damals bildeten Stadtkyll, Niederkyll, Schönfeld und drei Häuser von Glaadt (bis 1687) die Pfarrei. Jahrhundertelang war sie Teil des Eifeldekanates der Erzdiozese Köln. Bei der Neuordnung der kirchlichen Verwaltungsgrenzen durch die Franzosen erfolgte 1803 ein Wechsel der Pfarrei in das Bistum Trier. Gleichzeitig wurde sie um den größten Teil von Kerschenbach, das vorher zu Kronenburg gehörte, erweitert. Bis heute blieb die Pfarrei, die neben dem Pfarrort Stadtkyll aus den Filialen Schönfeld, Niederkyll und Kerschenbach besteht, im Bistum Trier und gehört zum Dekanat Vulkaneifel. 1022 erbaute ein Bürger am linken Hang der Kyll ein erstes Gotteshaus. Es ist die frühere Margarethenkapelle, dann Friedhofskapelle und heute Leichenhalle. 1308 wird eine Kirche zu Stadtkyll erwähnt. 1505 wurde ein neues Gotteshaus erbaut, das drei Jahre später den Rang einer Pfarrkirche bekommt. 1632 zerstörte ein Brand die Kirche und auch den Ort Stadtkyll. 1634 wurde die Kirche wieder aufgebaut. 1814 erneute Zerstörung von Kirche und Ort durch einen Brand. 1823/24 Wiederaufbau des Gotteshauses nach Plänen des preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel. 1854 zerstörte ein noch größerer Brand  Kirche und Ort. In den folgenden Jahren wird die Kirche nach den alten Plänen von Schinkel wieder aufgebaut. Sie überstand den zweiten Weltkrieg weitgehend unversehrt.1988 wurde ein Brunnen auf dem Platz links neben der Kirche errichtet. Oben auf einer viereckigen Stele steht eine Bronzefigur des Kirchenpatrons St. Josef. Daher heißt der Brunnen auch Josefsbrunnen. 1996 erfolgte eine umfassende Innenrenovierung. Verputz und Fenster wurden ausgebessert, der Anstrich erneuert. Der Innenraum, einschließlich eines neuen Altares, wurde neu gestaltet. 1997 bekam das Gotteshaus einen neuen Wetterhahn. 1999/2000 wurde auf dem Platz rechts neben der Kirche eine Mariengrotte errichtet.