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St. Hubertus Birgel

Filialkirche St. Hubertus Birgel

Filialkirche St. Hubertus Birgel

Geschichte der Sankt Hubertus Kapelle

 


Filialkirche St. Hubertus Birgel

Sie ist ein Kleinod unter den vielen schönen Kirchen in der Eifel. Angeführt vom wuchtigen und erdumhafteten Turm, der um 1250 als Bestandteil einer Wasserburg errichtet wurde, steht die um 1500 angebaute gotische Kirche auf einem Hügel inmitten der Häuser und Gehöfte des kleinen Dorfes. Von der einstigen Burgherrlichkeit ist kein Mauerwerk übrig geblieben. Die letzten Umrisse des ehemaligen Burggeländes sind Mitte der 60er Jahre durch die Flurbereinigung eingeebnet worden.

 

Über einen schönen neu geschaffenen Vorplatz gelangt man von der Hauptstraße in den Turm, der auch im Innern seine einstige Wehrhaftigkeit eindrucksvoll deutlich macht. Welch ein Kontrast dazu, wenn man den Kirchenraum betritt! Da wölbt sich über dem Betrachter ein feingliedriges, reich ausgemaltes Sterngewölbe, harmonisierend zum kunstvoll aus rotem Sandstein gehauenen Maßwerk der Fenster in den Seitenwänden und im Chor. Zwischen den Gewölbestreben treten die bei der ersten Renovierung der Kapelle im Jahre 1960 wieder hergestellten Blumenornamente hervor. Von großer Schönheit sind auch die figürlich ausgestalteten und farbig ausgelegten Schlusssteine im Kirchenschiff und Chor; Christus am Kreuz, die Gottesmutter mit dem Jesuskind, des Heiligen Hubertus, dem die Kapelle geweiht ist, Laurentius und Georg und schließlich das Wappen der Herren von Manderscheid-Blankenheim.

 

Wertvoller Besitz ist auch das Kreuz aus dem 15. Jahrhundert, die ausdrucksvolle Arbeit eines unbekannten Meisters.

 

Außer Figuren des Heiligen Hubertus, des Heiligen Josef, des Heiligen Martin, des Heiligen Antonius und einer Barockmadonna befindet sich noch ein Messkelch aus dem Jahre 1626 im Besitz der Kapelle, der von 2 Schöffen der Gemeinde Glaadt gestiftet wurde.

Wie das Bauwerk selbst hat auch die 1691 gegossene Glocke der Kapelle die Wirren der Zeiten überstanden. Für die Birgeler war das schon ein kleines Wunder. In beiden Weltkriegen „eingezogen“ – jedes Mal ist sie unversehrt wieder nach Birgel zurückgekommen.

 

Dass die Kapelle auch weiterhin ein würdiges und schönes Gotteshaus bleibt, dafür sorgen die Gläubigen des Dorfes. Federführend für Erhaltung und Pflege ist die 1955 gegründete St. Hubertus-Kapellen-Interessengemeinschaft, die in den 50er und 60er Jahren 36.000 DM für Instandhaltung und Renovierung aufgebracht hat.

 

Dazu wurden unentgeltlich rund 2.000 Arbeitsstunden geleistet. Auch aus dem Erlös des jährlich durchgeführten Hubertus-Balls und sonstigen Spenden konnten Renovierungsarbeiten durchgeführt werden.

 

Mit einem Kostenaufwand von rund 61.000 DM wurden in den Jahren 1982 und 1983 weitere Arbeiten ausgeführt; der Turm wurde neu eingedeckt, ein neuer Außenanstrich ausgeführt, neue Fenster eingebaut, das Gebäude trockengelegt und die Außenanlagen mit Zugang neu gestaltet. Weiter erhielt die Kapelle einen Wasserleitungs- und Kanalanschluss. Als Letztes konnte im November 1993 eine zweite Glocke geweiht werden, zu deren Anschaffung der damalige Junggesellenverein rund 8.000 DM gespendet hat.

 

Die Birgeler sind mit Recht stolz auf ihr „altes, ehrwürdiges Kapellchen“ und es ist erfreulich festzustellen, dass es auch heute noch junge Leute gibt, die ihre Freizeit in den Dienst der guten Sache stellen.

 

Da die Hubertuskapelle durch die alte Wegführung und vorhandene Bepflanzung kaum zur Geltung kam, wurde der Kapellenvorplatz 2006 neu gestaltet. Die neue und großzügige Gestaltungsfläche, vor der Kapelle sollte auch bei Taufe, Hochzeit, usw. eine neue Darstellungsmöglichkeit bieten.

Seitlich vom Kapellenvorplatz erhielt das Kreuz einen würdigen Standort.

 

14-tägig, an jedem 1. und 3. Dienstag im Monat, findet in der Kapelle ein Gottesdienst statt, der relativ gut besucht wird.

Weitere Informationen unter www.birgel-eifel.de.